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N A. B Missale Romanum:
Vom Jahr und seinen Teilen
Gliederung
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Vorbemerkung des Übersetzers

Die Abhandlung, deren Übersetzung aus dem Lateinischen hier versucht wurde, findet sich in unveränderter Form seit Jahrhunderten im Missale Romanum und - stark gekürzt - im Breviarium Romanum. Der oder die Verfasser sind namentlich nicht bekannt, sie dürften jedoch unter den Mitgliedern der Reformkommission selbst zu finden sein.
In einigen Abschnitten wird die unter dem Datum 24. Februar 1582 veröffentlichte Bulle "Inter gravissimas", in der die Hauptpunkte der Reform bekanntgegeben wurden, wörtlich beziehungsweise sinngemäss zitiert. So entspricht der Abschnitt, in dem die Neuregelung der Schaltjahre erklärt wird, ("ut autem ...... perpetuo conservaretur", "damit aber in Zukunft...") nahezu wörtlich dem 9 der Bulle, selbstverständlich mit den notwendigen stilistischen Änderungen wie anstelle von "statuimus" "Gregorius statuit".
Der überwiegende Teil dieser Abhandlung ist jedoch eine zusammenfassende Darstellung der sogenannten Canones, in denen die Reformkommission ihre Ergebnisse veröffentlichte.
Es wird hier eine leicht verständliche Anleitung gegeben, wie mit Hilfe der beigegebenen Tabellen jedermann das Osterdatum und die beweglichen Feste für jedes beliebige Jahr feststellen kann. Mathematische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, durch einfaches Abzählen können die Jahreskennzeichen wie Goldene Zahl, Epakte und Sonntagsbuchstabe ermittelt und dann aus einer der beiden Ostertabellen die Daten direkt abgelesen werden. Erst im 20. Jahrhundert schien man den Theologen die Kunst des Dividierens zugetraut haben, denn dann findet sich im Missale auch ein "modus brevis" abgedruckt, der das fehlerbehaftete Abzählen ersetzen kann.
Es wird immer mit Beispielen gearbeitet, wobei Wert darauf gelegt wird, auch all jene Jahre zu berücksichtigen, in denen Probleme auftreten können. Eine generelle Erklärung und Begründung des Vorgehens wird nicht gegeben, vielmehr wird auf das Werk "Liber novae rationis restituendi Calendarii Romani" verwiesen. Ende 1585 stellte G. Moleto Tafeln fertig, die zu diesem Buch gehörten, das Werk selbst ist allerdings nie veröffentlicht worden. Erst 1603, also 21 Jahre nach der Umstellung des Kalenders, veröffentlichte Clavius eine ausführliche Begründung der Reform, die auch eine Rechtfertigung darstellen sollte gegenüber den zahlreichen Einwänden und Kritiken, die auch von namhaften Astronomen und Chronologen vorgebracht worden waren.
Wenn im Text des Missale einmal eine kurze Begründung vorkommt, so verschleiert sie oft mehr als sie erläutert. So heisst es zum Beispiel, die Aufspaltung der Epakte XXV sei erfolgt, "damit die Sonnenjahre vollkommener den Mondjahren entsprechen". Dies kann schon fast als bewusste Irreführung betrachtet werden, denn infolge dieses mathematischen Kunstgriffes kam es häufiger zu paradoxen Ostern, nicht seltener.
Der Abdruck dieser Vorschriften im Missale und im Brevier an prominenter Stelle zeigt, welche Bedeutung Papst und Kirchenleitung der Kalenderfrage beimassen. Allerdings ist zu befürchten, dass nur die wenigsten Theologen diesem Abschnitt grössere Aufmerksamkeit widmeten, ja dass der eine oder andere ihn vielleicht gar nicht verstanden hat. Jeder Nachdruck eines Missale wird kritisch auf Fehler untersucht. Die hier vorliegende Wiedergabe folgt der Ausgabe Pustet, Regensburg, 1868. Ihr wird mehrfach mit eigenhändiger Unterschrift hoher geistlicher Würdenträger Authenzität bescheinigt. Dennoch weist sie einge Fehler auf. Näheres auf der Seite Anmerkungen zum Traktat "De annis et eius partibus"

Literatur:

Die Zahl der Abhandlungen über die Reform Gregors XXIII. und die Einführung des neuen Kalenders ist kaum noch zu überblicken. Über die bis 1913 erschienen Literatur gibt F. K. Ginzel einen erschöpfenden Überblick. (Friedrich Karl Ginzel, Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie, 3 Bände, Leipzig 1906 - 1914, hier Band III, S. 286 - 287.
Aus späterer Zeit sollen nur zwei Abhandlungen des Tiroler Pfarrers Joachim Mayr erwähnt werden, die sich durch eine gewisse Originalität auszeichnen und daher auch amüsant zu lesen sind: Das Kunstwerk des Lilius (in: Astronomische Nachrichten, Bd. 247, Nr. 5928, Februar 1933), sowie: Der Computus ecclesiasticus (in: Zeitschrift für katholische Theologie, Band 77, Heft 3, 1955).


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De anno et eius partibus


Vom Jahr und seinen Teilen


Das Jahr hat zwölf Monate, es hat zweiundfünfzig Wochen und einen Tag: es hat genau dreihundertfünfundsechzig Tage und beinahe sechs Stunden: in eben diesem Zeitintervall nämlich durchläuft die Sonne den Tierkreis. Viermal sechs Stunden aber ergeben jedes vierte Jahr einen Tag: dieses Jahr wird Schaltjahr (Bissextus oder Bisextilis) genannt


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Die Korrektur des Jahres, ihre Notwendigkeit, wie der Gregorianische Kalender

Da wie gesagt das Jahr aus dreihunderfünfundsechzig Tagen und nahezu sechs Stunden besteht, ist zu erkennen, dass diese sechs Stunden nicht vollständig sind, sondern dass zu ihrer Vollendung noch einige Minuten fehlen.

Unter Vernachlässigung dieser Minuten wurde so fortgeschritten, als wenn das Jahr über die dreihundertfünfundsechzig Tage hinaus sechs volle Stunden enthalte; und so geschah es, dass die Minuten, die über das rechte Mass hinaus den einzelnen Jahren zugeteilt wurden, im Laufe der Zeit so angewachsen sind, dass sie insgesamt zehn Tage ergaben. Dies bewirkte, dass das Frühlingsäquinoktium seine Lage änderte.

Um diesem Übel zu begegnen, führte Gregor XIII. nicht nur das Frühlingsäquinoktium wieder auf seinen alten Platz zurück, von dem es seit dem Konzil von Nikäa bis zu dem der Korrektur 1582 vorangehenden Jahr um ungefähr zehn Tage zurückgewichen war, und das von dem Konzil auf XII. Kal. Aprilis (21. März) festgesetzt worden war, und brachte so auch Luna XIV. Paschalis wieder auf ihren Platz, sondern er zeigte auch einen Weg und ein Verfahren, das verhütet, dass sich in Zukunft sowohl das Frühlingsäquinoktium wie auch Luna XIV. Paschalis jemals wieder von ihren Plätzen wegbewegen.

Um nun das Frühlingsäquinoktium wieder auf XII. Kal. Aprilis zu legen, setzte er fest, dass die besagten 10 Tage im Monat Oktober eben jenes Jahres 1582 herausgenommen werden sollen, so das nach dem vierten Tag des Oktobers, geweiht dem Heiligen Franciscus, nicht der fünfte sondern der fünfzehnte Oktober folgen solle. So wurde dieser Fehler, der sich im Laufe so vieler Jahresläufe eingeschlichen hatte, in einem Augenblick korrigiert.

Damit aber in Zukunft der gleiche Fehler vermieden werde und das Frühlingsäquinoktium nicht wieder von den XII. Kal Aprilis zurückweiche, legte Gregor ferner fest, dass das Schaltjahr in jedem vierten Jahr (wie es Brauch war) beibehalten werden müsse, ausgenommen in den Jahrhunderten. So wie sie früher immer Schaltjahre waren, so sollte es auch das Jahr 1600 sein, das nächste Jahrhundert nach der Korrektur, danach sollten die folgenden Jahrhunderte nicht alle Schaltjahre sein, sondern in je vier Jahrhunderten sollten die ersten drei ohne Schalttag verstreichen, jedes vierte Jahrhundert sollte jedoch ein Schaltjahr sein, so dass die Jahres 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre sind, im Jahr 2000 allerdings nach gewohntem Brauch ein Schalttag eingefügt werden soll, wobei dann der Februar 29 Tage habe. Die nämliche Regel, in je vierhundert Jahren einen Schalttag einzufügen oder wegzulassen, solle immerfort beibehalten werden.


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Die vier Tempora

Die vier Tempora sind zu feiern am Mittwoch, Freitag und Samstag nach dem dritten Sonntag im Advent, nach dem ersten Sonntag Quadragesima, nach dem Pfingstsonntag, nach dem Fest der Kreuzerhöhung.


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Hochzeiten
wann sie nicht gefeiert werden dürfen gemäss des Beschluss des Konzil von Trient

Vom ersten Adventssonntag bis zu Epiphanias und von Aschermittwoch bis Sonntag nach Ostern einschliesslich hat die Heilige Synode Hochzeitsfeiern verboten. Zu allen anderen Zeiten ist es erlaubt, Hochzeiten feierlich zu begehen.


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Der neunzehnjährige Zyklus der Goldenen Zahl

Der neunzehnjährige Zyklus der Goldenen Zahl ist ein Zahlenkreislauf von 19 Jahren von 1 bis 19. Ist dieser Kreislauf durchgeführt, so kommt man wieder zum Ausgangspunkt zurück. Zum Beispiel: Im Jahr 1577 ist die Zahl des neunzehnjährigen Zyklus, die Golden genannt wird, die 1, im folgenden Jahr Jahr 1578 ist es die 2, und so weiter in den folgenden Jahren immer um 1 grösser bis man kommt auf 19, welche Goldene Zahl auf das Jahr 1595 fällt, nach der wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren ist, so dass im Jahr 1596 die Goldene Zahl wiederum 1 ist, im Jahre 1597 sie 2 ist, etc.

Um die Goldene Zahl eines beliebigen gegebenen Jahres zu finden, ist die folgende Tabelle Goldener Zahlen zusammengestellt worden; sie beginnt mit dem Jahr der Korrektur 1582 einschliesslich und ist immerwährend gültig. Durch sie kann die Goldene Zahl eines beliebigen Jahres nach 1582 gefunden werden auf die folgende Weise:

6 7 8 9 101112 13 14151617 1819 1 2 345

Dem Jahr 1582 ist die erste Zahl der Tabelle zugeordnet, die eine 6 ist. Die zweite Zahl dann, die eine 7 ist, dem folgenden Jahr 1583, und immerzu so weiter, bis man zu jenem Jahr gelangt, dessen Goldene Zahl man sucht, wobei man immer auf den Anfang der Tabelle zurückkommen muss, sooft man sie durchlaufen hat. Dann gibt die Zahl, auf welche das gegebene Jahr fällt, die gesuchte Goldene Zahl.


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Epakten und Neulicht

Die Epakte ist nichts anderes als die Zahl der Tage, um die das gemeine Sonnenjahr von 365 Tagen das gemeine Mondjahr von 354 Tagen übersteigt. Folglich ist die Epakte des ersten Jahres 11, da um diese Zahl das gemeine Sonnenjahr das gemeine Mondjahr übertrifft. Und so tritt das Neulicht im folgenden Jahr 11 Tage früher ein als im ersten Jahr. Daraus folgt, dass im zweiten Jahr die Epakte 22 ist, da in jenem Jahr das Sonnenjahr das Mondjahr wiederum um 11 Tage übertrifft, die zu den 11 des ersten Jahres hinzugezählt 22 ergeben. und demzufolge tritt nach dem Ende dieses Jahres das Neulicht 22 Tage früher ein als im ersten Jahr: Die Epakte des dritte Jahres ist jedoch 3, da, wenn man wieder 11 Tage zu 22 hinzufügt, dies die Zahl 33 ergibt, von der, wenn man die 30 Tage abzieht, die einen eingeschalteten Monat bilden, 3 übrigbleibt. Und immer so weiter. Es rücken nämlich die Epakten immer um den festen Betrag von 11 Tagen vor, von denen man jedoch 30 weglassen muss, sobald man sie abziehen kann. Nur wenn man dann bis zur letzten Epakte gelangt ist, die der Goldenen Zahl 19 entspricht und die 29 beträgt, muss man 12 hinzufügen, um so, wenn man von der summierten Zahl 41 die 30 abzieht, wieder zu Epakte 11 zu kommen wie zu Beginn. So geschieht es, dass die letzte eingeschaltete Lunation der Goldenen Zahl 19 neunundzwanzig Tage beträgt. Würde sie nämlich dreissig Tage währen wie die übrigen sechs eingeschalteten Lunationen, würde das Neulicht nach 19 Sonnenjahren nicht wieder auf die gleiche Stellen zurückkehren, sondern würde gegen das Ende der Monate gleiten und einen Tag später eintreten als vor 19 Jahren. Darüber findet sich mehr in dem Buch "Liber Novae Rationis restituendi Kalendarii Romani". Es gibt neunzehn Epakten und ebensoviele Goldene Zahlen, und die Epakten entsprachen vor der Korrektur des Kalenders den jeweiligen Goldenen Zahlen in der Art, wie es in der folgenden Tabelle aufgelistet ist.

Tabelle der Epakten
die den Goldenen Zahlen vor der Korrektur des Kalenders entsprachen

Gold. Zahl: 12345678 910111213141516 171819
Epakte: XIXXIIIIIXIVXXVVIXVII XXVIIIIXXXIXIIXXIIIIVXV XXVIVIIXVIIIXXIX.

Da in Wirklichkeit der neunzehnjährige Zyklus der Goldenen Zahlen unvollkommen ist, da das Neulicht nach 19 Sonnenjahren nicht genau auf die gleichen Stellen wieder zurückkehrt, wie ausgeführt wurde, ist auch dieser Zyklus der 19 Epakten unvollkommen. Daher wurde er dergestalt verbessert, dass man anstelle der Goldenen Zahlen und der erwähnten 19 Epakten künftig 30 Epakten gebraucht, durchgezählt von 1 vorrückend bis 30. Jedoch wird die letzte Epakte, wenn sie auch an der 30. Stelle steht, nicht als Zahl angegeben sondern mit dem Zeichen *, da es keine Epakte 30 geben kann. In verschiedenen Zeiträumen entsprechen nun aber von diesen 30 Epakten jeweils unterschiedliche neunzehn Epakten den neunzehn Goldenen Zahlen, je nachdem wie es die Angleichung von Sonnen- und Mondjahr verlangt. Diese neunzehn Epakten schreiten wie einst immer um die Zahl 11 vorwärts, und es muss immer zu der Epakte, die der Goldenen Zahl 19 entspricht, 12 hinzugezählt werden, damit die folgende Epakte wieder übereinstimmt mit der Goldenen Zahl 1, aus dem bereits kurz vorher genannten Grund. Dies verdeutlicht die folgende Tabelle, die die Goldenen Zahlen und die jeweils entsprechenden Epakten enthält vom Jahre der Korrektur 1582 an, nachdem die zehn Tage abgezogen wurden, bis zum Jahre 1700 ausschliesslich. Wenn auch die gewöhnlichen Epakten im März wechseln, so müssen sie nun dennoch in der Tat zu Jahresbeginn gewechselt werden gemeinsam mit der Goldenen Zahl, an deren Stelle diese unsere Epakten treten.

Tabelle der Epakten
die den Goldenen Zahlen entsprechen von den Iden des Oktobers des Jahres der Korrektur 1582 (nachdem vorher zehn Tage abgezogen wurden) bis zum Jahre 1700 ausschl.

Gold. Zahl: 678 910111213141516 17181912345
Epakte: XXVIVIIXVIIIXXIXXXXIII XIIIXXIVV XVIXXVIIVIIIXIX.IXIIXXIIIIVXV

Wenn man nun die Epakte eines beliebigen Jahres wissen will, muss man die Goldene Zahl dieses Jahres in der oberen Reihe der Tabelle suchen, die für den Zeitraum, in dem das betreffende Jahr liegt, zutrifft. Dann findet man unter der Goldenen Zahl in der darunterstehenden Reihe der Tabelle die Epakte des gegebenen Jahres oder auch das Zeichen *. Daher wird überall dort, wo diese Epakte oder das Zeichen * im Kalendarium gefunden wird, an diesem Tag Neulicht sein. Gefunden aber wird die Goldene Zahl entweder wie im vorangehenden Kapitel beschrieben oder durch die Tabelle der Epakten, die für den gegebenen Zeitraum zutrifft, wobei man die erste Goldene Zahl dieser Tabelle jenem Jahr zuordnen muss, mit dem der Gebrauch der Tabelle beginnt, die zweite Goldene Zahl dem folgenden Jahr etc. Auf die gleiche Art und Weise wird die Epakte auch ohne Goldene Zahl gefunden, wenn man die erste Epakte der Tabelle jenem Jahr zuordnet, mit dessem Gebrauch die Tabelle beginnt, die zweite Epakte dem folgenden Jahr etc.

Beispiel: Im Jahr der Korrektur 1582 ist die Goldene Zahl 6, offenbar die erste Zahl der ersten Tabelle, deren Gebrauch beginnt mit den Iden des Oktobers des besagten Jahres 1582, nachdem vorher zehn Tage abgezogen worden sind. Die Epakte wird daher XXVI sein, die unter die Goldene Zahl 6 gesetzt ist, und Neulicht wird sein am 27. Oktober, am 26. November und am 25. Dezember. Auf gleiche Weise: im bereits korrigierten Jahr 1583 ist die Goldene Zahl 7, der in der gleichen Tabelle die Epakte VII unterstellt ist, welche in dem gesamten Jahr im Kalendarium das Neulicht anzeigen wird: im Januar am 24. Tag, im Februar am 22., im März am 24. etc.

Tabelle der Sonntagsbuchstaben
von den Iden des Oktobers des Jahres der Korrektur 1582 (nachdem vorher zehn Tage abgezogen wurden) bis zum Jahre 1700 ausschliesslich

c b A
g
f e d c
b
A g f e
d
c b A g
f
e d c b
A
g f e d
c
b A g f
e
d

Der Gebrauch dieser Tabelle ist folgendermassen: Dem Jahr der Korrektur 1582 nach den Iden des Oktobers (nachdem vorher zehn Tage abgezogen wurden) ist der in der erster Zelle stehende Buchstabe c zugewiesen und dem folgenden Jahr das an zweiter Stelle stehende b, und dem Jahr 1584 werden die in der dritter Zelle stehenden Buchstaben A g gegeben. Den anderen Jahren werden der Reihe nach die anderen Zellen zugewiesen, bis man zum vorgegebenen Jahr gelangt, indem man immer dann an den Anfang der Tabelle zurückkehrt, sooft man sie durchlaufen hat. Nun zeigt die Stelle, auf die das gegebene Jahr fällt, solange es nur kleiner ist als 1700, den Sonntagsbuchstaben dieses Jahres. Wenn dieser einfach auftritt, so wird es ein Gemeinjahr sein, tritt er aber doppelt auf, so ist es ein Schaltjahr. Und dann zeigt der obere Buchstabe den Sonntag im Kalendarium vom Anfang des Jahres bis zum Fest St. Mathias Apost., der untere den Sonntag im Kalendarium von diesem Feste ab bis zum Ende des Jahres. Zum Beispiel: Es werde gesucht der Sonntagsbuchstabe des Jahres 1587. Man zähle ab dem Jahre 1582, dem man den ersten Buchstaben c zuweist, bis zum Jahre 1587, wobei man jeder Stelle je ein Jahr zuweist (wobei man doppelte Buchstaben, sei es der obere oder der untere, als eine Stelle rechnet), dann fällt das Jahr 1587 auf den Buchstaben d, welcher auf dem sechsten Platz in der Tabelle steht. Daher ist für das gesamte Jahr der Sonntagsbuchstabe d. Es ist ein Gemeinjahr, da der Buchstabe einfach auftritt. Ferner sei gesucht der Sonntagsbuchstabe des Jahres 1616. Man zähle vom Jahre 1582 ab, wie beschrieben, bis zum Jahre 1616, wobei man immer dann an den Anfang der Tabelle zurückkehre, sooft man sie durchlaufen hat. Und man wird finden die zwei Buchstaben c b, auf die siebte Stelle gesetzt. Daher ist dieses Jahr ein Schaltjahr, denn es tritt ein doppelter Buchstabe auf, und der obere Buchstabe b zeigt den Sonntag vom Anfang dieses Jahres bis zum Fest St. Mathias, das untere b jedoch für den Rest des Jahres.

Weitere Tabelle der Epakten die den Goldenen Zahlen entsprechen vom Jahre 1700 einschliesslich an bis zum Jahre 1900 ausschl.

Gold. Zahl: 10111213141516 17181912345678 9
Epakte: IXXXIXIIXXIIIIVXV XXVIVIIXVIII*XIXXIIIIIXIV XXVVIXVIIXXIX

Weitere Tabelle der Epakten
die den Goldenen Zahlen entsprechen vom Jahre 1900 einschliesslich an bis zum Jahre 2200 ausschl.

Gold. Zahl: 12345678 910111213141516 171819
Epakte: XXIXXXXIIIXIIIXXIVVXVI XXVIIVIIIXIX*XIXXIIIIIXIV 25VIXVII

Um Zweifel auszuräumen über den Gebrauch dieser neuen Epaktentabelle erläutern wir sie an Beispielen. Dem Jahr 1700 wird die Epakte IX zugewiesen, die unter der Goldenen Zahl 10 verzeichnet ist.: Neulicht wird sein am 22. Januar, 20 Februar und 22. März. Dem Jahr 1701 nun ist die Epakte XX zugewiesen, verzeichnet unter der Goldenen Zahl 11, die das ganze Jahr hindurch im Kalendarium das Neulicht anzeigen wird: so im Januar am 11. Tag, im Februar am 9. Tag und im März am 11. Tag. So kann man der Reihe nach die Jahre durchgehen, wobei man immer an den Anfang der Tabelle zurückkehren muss, sobald man sie durchschritten hat. Im Jahr 1710 hingegen ist die Epakte nicht durch eine Zahl bezeichnet, sondern das Zeichen *, das unter der Goldenen Zahl 1 verzeichnet ist, und im ganzen Jahr wird es im Kalendarium das Neulicht zeigen, im Januar am 1. und 31. Tag, im März (im Februar wird kein Neulicht sein, da sich das Zeichen * nicht findet) am 2. und 31. Tag, im April am 29. Tag, etc.

Schliesslich: Das Jahr 1916 hat die Goldene Zahl 17, unter der in der Reihe der Epakten der dritten Tabelle, die für das gegebene Jahr zutrifft, die Epakte 25 gefunden wird, nicht in lateinischen Ziffern sondern in arabischen Ziffern geschrieben. Überall da, wo im Kalendarium Epakte 25, in arabischen Ziffern geschrieben, gefunden wird, da wird im Jahre 1916 Neulicht sein, so im Januar am 6. Tag, im Februar am 4. Tag, im März am 6. Tag, im April am 4. Tag usw. Sooft nämlich Epakte 25 einer Goldenen Zahl entspricht, die grösser ist als 11, das sind die folgenden acht Zahlen von 12 bis 19, ist im Kalendarium Epakte 25 zu wählen, geschrieben in arabischen Zahlen; sooft jedoch die gleiche Epakte einer Goldenen Zahl kleiner als 12 entspricht, dies sind die vorhergehenden Zahlen 1 bis 11 einschliesslich, ist im Kalendarium Epakte XXV zu nehmen, geschrieben in lateinischen Ziffern. Dies betrifft nur die Epakte 25, niemals eine andere. Und dies geschieht, damit die Sonnenjahre den Mondjahren vollkommener entsprechen. Aus eben diesem Grunde sind an sechs Stellen im Kalendarium zwei Epakten, freilich nur XXV und XXIV nebeneinander geschrieben.

Tabelle der Sonntagsbuchstaben
vom Jahre 1700 einschliesslich bis zum Jahre 1800 ausschliesslich

d
c
b A g f
e
d c b A
g
f e d c
b
A g f e
d
c b A g
f
e d c b
A
g f e

Weitere Tabelle der Sonntagsbuchstaben
vom Jahre 1800 bis zum Jahre 1900 ausschliessl.

f
e
d c b A
g
f e d c
b
A g f e
d
c b A g
f
e d c b
A
g f e d
c
b A g

Weitere Tabelle der Sonntagsbuchstaben
vom Jahre 1900 bis 2100 ausschliesslich   (das Jahr 2000 wird ein Schaltjahr sein)

A
g
f e d c
b
A g f e
d
c b A g
f
e d c b
A
g f e d
c
b A g f
e
d c b

Der Gebrauch dieser Tabelle ist folgendermassen: Dem Jahre 1700 ist ein einziger Buchstabe zugeteilt, nämlich das untere c der ersten Zelle, der obere Buchstabe d ist zu übergehen, da dieses Jahr 1700 kein Schaltjahr sondern ein Gemeinjahr ist, und der Buchstabe d war der Sonntagsbuchstabe des vorangegangenen Jahres 1699. Dem folgenden Jahr 1701 ist der Buchstabe b der zweiten Zelle zugeteilt etc. Gleichfalls sind dem Jahre 1704 die doppelten Buchstaben f e der fünften Zelle zugeteilt. Und so werden den anderen Jahren der Reihe nach je eine weitere Zelle zugeteilt, bis man zu dem gegebenen Jahr gelangt: man hat an den Anfang der Tabelle zurückzukehren, sobald man sie durchlaufen hat. Dann zeigt die Zelle, in die das gegebene Jahr fällt, sofern es nur kleiner ist als 1800, den Sonntagsbuchstaben des vorgesehenen Jahres.: erscheint dieser einfach, so wird es ein Gemeinjahr sein, erscheint er aber doppelt, ein Schaltjahr. Dann zeigt der obere Buchstabe die Sonntage im Kalendarium von Anfang des Jahres bis zum Fest St. Mathias Apost., der untere jedoch von diesem Fest ab bis zum Ende des Jahres.


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Die Indiktion

Die Indiktion ist ein Kreislauf von 15 Jahren von 1 bis 15, wenn ein Durchgang vollendet ist, kehrt man wieder zum Anfang zurück. Jedes Jahr dieses Zyklus beginnt in den päpstlichen Bullen mit dem Januar. Und da es häufig gebraucht wird in Urkunden und öffentlichen Schriften, findet man leicht für ein beliebiges gegebenes Jahr das Jahr der Indiktion aus der folgenden Tabelle, die immerwährend gebraucht werden kann. Sie beginnt mit dem Jahr der Korrektur 1582.

Tabelle der Indiktionen
vom Jahr der Korrektur 1582 ab

10. 11. 12. 13. 14. 15. 1. 2.3.4.5.6. 7.8.9.

Wenn man nun dem Jahr 1582 die erste Zahl zuteilt, die eine 10 ist, und dem folgenden Jahr 1583 die zweite Zahl, die eine 11 ist, und so weiter fortfährt bis zu dem gegebenen Jahr, wobei man immer wieder an den Anfang der Tabelle zurückkehrt, sooft man sie durchlaufen hat, so erhält man für das gegebene Jahr die gesuchte Indiktion.


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Die beweglichen Feste

Nach dem Beschluss des heiligen Konzils von Nikäa soll Ostern, von dem die restlichen beweglichen Feste abhängen, gefeiert werden an dem Sonntag, der als erster folgt auf Luna XIV. des ersten Monats (bei den Hebräern wird der Monat als erster bezeichnet, dessen Luna XIV entweder fällt auf den Tag des Frühlingsäquinoktiums, das auf den 21. März trifft, oder diesem als erste folgt). Daraus ergibt sich, dass wenn man die Epakte eines beliebigen Jahres gefunden hat und von der Stelle aus, wo sie im Kalendarium zwischen dem 8. März und dem 5. April jeweils einschliesslich verzeichnet ist (Luna XIV fällt dann nämlich entweder auf den Tag des Frühlingsäquinoktiums, das heisst auf den 21. März, oder folgt ihm als erste), weiterzählt um vierzehn Tage, so ist der Sonntag, der auf diesen 14. Tag folgt der Ostertag. (Wir stimmen nämlich nicht mit den Juden überein, falls zufällig dieser 14. Tag auf einen Sonntag fällt.)

Beispiel: Das Jahr 1605 hat die Epakte X und den Sonntagsbuchstaben b. Wir finden nun, dass Epakte X zwischen dem 8. März und dem 5. April einschliesslich auf den 21. März gesetzt wurde. Und wenn wir nun von dieser Stelle aus, sie einschliessend, 14 Tage weiter zählen, finden wir Luna XIV am 3. April, welcher ein Sonntag ist, da an dieser Stelle der Sonntagsbuchstabe b ist. Damit wir nicht mit den Juden übereinstimmen, die Pascha an Luna XIV feiern, ist der Sonntagsbuchstabe zu nehmen, der Luna XIV folgt, nämlich der, der beim 10. April verzeichnet ist. In diesem Jahr wird Ostern daher am 10. April sein. Das Jahr 1604 nun hat die Epakte XXIX und die doppelten Sonntagsbuchstaben b c, da dieses Jahr ein Schaltjahr ist. Wenn wir nun von Epakte XXIX aus, die in dem Zeitraum zwischen dem 8. März und dem 5. April einschliesslich auf den 1. April gesetzt wurde, 14 Tage weiterzählt, so fällt Luna XIV auf den 14. April. Und da nun der zweite Sonntagsbuchstabe, nämlich c, zutrifft, der nach dem 14. April, das heisst nach Luna XIV verzeichnet ist beim 18. April, wird in diesem Jahr Ostern am 18. April gefeiert werden.

Damit leichter alle beweglichen Feste gefunden werden können, sind ferner die zwei folgenden Ostertafeln, eine alte (antiqua) und eine neue (nova), zusammengestellt worden. Aus der antiqua werden die beweglichen Feste folgendermassen gefunden: Auf der linken Seite der Tabelle wird die zutreffende Epakte genommen und in der Spalte der Sonntagsbuchstaben der zutreffende Sonntagsbuchstaben, der unterhalb der betreffenden Epakte liegt, genommen, wobei dann, wenn der betreffende Sonntagsbuchstaben in der Zeile der betreffenden Epakte selbst gefunden wird, der gleiche Sonntagsbuchstaben, der als nächster weiter unten folgt, zu nehmen ist. Dann sind in der Zeile eben dieses Sonntagsbuchstabens alle beweglichen Feste enthalten.

Beispiel: Das Jahr 1606 hat die Epakte XXI und den Sonntagsbuchstaben A. Wenn man nun in der alten Tafel den Sonntagsbuchstaben A herannimmt, der als erster unterhalb der Epakte XXI auftaucht, so wird in der Zeile dieses Sonntagsbuchstabens gefunden : Septuagesima am 22. Januar, Aschermittwoch am 8. Februar, Ostern am 26. März, Pfingsten am 14. Mai und Fronleichnam am 25. Mai. Zwischen Pfingsten und Advent werden in diesem Jahr 28 Sonntage liegen und Advent wird am 3. Dezember gefeiert werden; und so weiter. Das Jahr 1605 nun hat die Epakte X und den Sonntagsbuchstaben b, der in der Tafel gleich neben der Epakte X gefunden wird. Daher ist der nächste Buchstabe b zu nehmen, der unterhalb dieser Epakte gefunden wird. In dieser Zeile findet man dann Septuagesima am 6. Februar, Aschermittwoch am 23. Februar, Ostern am 10. April etc.

Es ist aber zu bemerken, dass man genauso wie man im Gemeinjahr dann, wenn der Sonntagsbuchstabe in der alten Tafel genau neben der Epakte steht, den gleichen Buchstaben, der als erster unterhalb dieser Epakte verzeichnet ist, heranzuziehen hat, wie es beschrieben wurde, dass man so auch in einem Schaltjahr, wenn einer der beiden Sonntagsbuchstaben genau neben der Epakte gefunden wird, jene beiden gleichlautenden Buchstaben heranzuziehen hat, die als nächste weiter unten folgen, um die beweglichen Feste zu finden.

Aus den neuen Ostertafeln werden die beweglichen Feste folgendermassen gefunden: in dem Feld des betreffenden Sonntagsbuchstaben wird die zutreffende Epakte gesucht, hiervon direkt hängen nun alle beweglichen Feste ab. So erhält man für das Jahr 1609 im Felde des dann zutreffenden Sonntagsbuchstabens d aus der Zeile der Epakte XXIV, die für dieses Jahr zutrifft, Septuagesima am 15. Februar, Aschermittwoch am 4. März, Ostern am 19. April etc.

Ob man nun die alte oder die neue Ostertafel benutzt, in Schaltjahren sind alle beweglichen Feste zu suchen über den zweiten Sonntagsbuchstaben, der natürlich eigentlich nur für die Zeit nach dem Fest St. Mathias Apost. zutrifft. Und man darf überhaupt nicht zweifeln, welcher von beiden Buchstaben bei der Suche nach dem einen oder anderen Fest heranzuziehen sei: Es muss allerdings dem im Januar und Februar gefundenen Tag für Septuagesima und Aschermittwoch ein Tag hinzugefügt werden. Dies geschieht, weil vor dem Tag St. Mathias der erste Buchstabe zutrifft, der im Kalendarium immer dem zweiten folgt: Nach dem Fest St. Mathias im Februar jedoch ist nun der zweite Buchstabe zutreffend, wurde dann doch ein Schalttag eingefügt und zwar dergestalt, dass nun der 24. Februar als 25. bezeichnet wird, der 25. Februar als 26. bezeichnet wird usw. Fällt aber Aschermittwoch in den März, so ist nichts hinzuzufügen, da dann der zweite Sonntagsbuchstabe zutrifft und die Monatstage den richtigen Zahlen entsprechen, da ja der Schalttag im Februar bereits hinzugefügt ist. Suchte man jedoch nicht mit Hilfe des zweiten Buchstabens so fände man in Schaltjahren, die die Epakte XXIV oder XXV und die Sonntagsbuchstaben d c haben Septuagesima nicht richtig, wie im zweiten und dritten Beispiel an den Jahren 4088 und 3784 erläutert werden wird. Zum Beispiel: Das Schaltjahr 2096 wird die Epakte V und die Sonntagsbuchstaben A g haben. Wenn man nun nach dem zweiten Buchstaben, nämlich nach dem g, die beweglichen Feste sucht, findet man Septuagesima am 11. Februar und Aschermittwoch am 28. Februar. Fügen wir nun aber einen Tag hinzu, fällt Septuagesima auf den 12. Februar, welcher ein Sonntag ist, und Aschermittwoch auf den 29. Februar, einen Mittwoch. Ostern aber und die übrigen Feste fallen auf die Tage, die in der Tafel angegeben sind. Das Schaltjahr 4088 wird die Epakte XXIV und die Sonntagsbuchstaben d c haben. Wenn man nun nach dem Buchstaben c, welcher der zweite ist, die beweglichen Feste sucht, findet man Septuagesima am 21. Februar. Fügt man nun einen Tag hinzu, so fällt es auf den 22. Februar, welcher ein Sonntag ist. Der Aschermittwoch fällt auf den 10. März, daher ist nichts hinzuzufügen, etc. Das Schaltjahr 3784 wiederum wird die Epakte XXV und die Sonntagsbuchstaben d c haben Daher wird wieder nach dem an zweiter Stelle stehenden Buchstaben c Septuagesima am 21. Februar gefunden werden, es ist dann, fügt man einen Tag hinzu, am 22. Februar. Hätte man in diesen beiden Jahren mit dem ersten Buchstaben b gearbeitet, hätte man nichts erreicht, da unterhalb von Epakte XXIV oder XXV der Buchstabe d Septuagesima auf den 15. Februar setzt, was falsch ist, da in diesem Jahr der zweite Buchstaben c Ostern am 25. April anzeigt und daher Septuagesima am 22. Februar zu feiern ist, was klar feststeht, wenn man vom Ostertag aus die Sonntage rückwärts durchzählt bis zu Septuagesima.

In der Tabula antiqua reformata haben wir ferner den Epakten zur linken noch die Goldenen Zahlen vorangestellt in der Reihenfolge, in der man sie vor der Verbesserung des Kalenders üblicherweise zusammenstellte, um die beweglichen Feste zu finden, Dies wurde aber deshalb von uns getan, damit man Ostern und die beweglichen Feste vom Konzil von Nikäa an bis zum Jahre 1582 nach Belieben herausfinden kann. Nach dem genau gleichen System kann man aus den so verteilten Goldenen Zahlen die beweglichen Feste finden wie aus den Epakten. Es sei zum Beispiel herauszufinden, wann diese Feste im Jahre 1450 gefeiert wurden. Da dieses Jahr die Goldene Zahl 7 und den Sonntagsbuchstaben d hatte, findet man, wenn man die Goldene Zahl 7 auf der linken Seite heranzieht und dann den ersten Buchstaben d, der unterhalb dieser Zahl steht. In seiner Zeile findet man dann Septuagesima am 1. Februar, Aschermittwoch am 18. Februar, Ostern am 5. April etc.

Der Advent des Herrn wird immer an dem Sonntag gefeiert, der dem Fest St. Andreas Apost. am nächsten steht, nämlich in den Tagen von einschliesslich 27. November bis einschliesslich 3. Dezember, so dass der jeweils gültige Sonntagsbuchstabe, der im Kalendarium zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember gefunden wird, den Adventssonntag anzeigt. Wenn zum Beispiel der Sonntagsbuchstabe g ist, fällt der Adventssonntag auf den 2. Dezember, da dort im Kalendarium der Buchstabe g verzeichnet ist, etc.

An das Ende der Ostertabelle haben wir schliesslich noch eine Tafel angefügt, die für einen Zeitraum von vielen Jahren gilt, in der man unter der Jahreszahl direkt die beweglichen Feste findet. Diese Tafel ist ein Auszug aus den Ostertafeln, aus denen man sie unbegrenzt für alle möglichen Jahre finden kann. [vom Abdruck dieser Tafel wurde abgesehen.]


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Tabula Paschalis antiqua reformata

Aur.
Nr.
Cyclus
Epaktarum
Litt.
Dom.
Septua-
gesima
Dies
Ciner.
Pascha Ascensio Pente-
costa
Corpus
Christi
Domin
post pente
Domin
I. Adv.
16   XXIII   Jan. Feb. Martii Apr. Maii Maii    
5   XXII d 18 4 22 30 10 21 28 29 Nov
    XXI e 19 5 23 1 Maji 11 22 28 30
13   XX f 20 6 24 2 12 23 28 1 Dec
2   XIX g 21 7 25 3 13 24 28 2
    XVIII A 22 8 26 4 14 25 28 3
10   XVII b 23 9 27 5 15 26 27 27 Nov
    XVI c 24 10 28 6 16 27 27 28
18   XV d 25 11 29 7 17 28 27 29
7   XIV e 26 12 30 8 18 29 27 30
    XIII f 27 13 31 9 19 30 27 1 Dec
15   XII g 28 14 1 Apr. 10 20 31 27 2
4   XI A 29 15 2 11 21 1 Junii 27 3
    X b 30 16 3 12 22 2 26 27 Nov
12   IX c 31 17 4 13 23 3 26 28
1   VIII d 1 Feb. 18 5 14 24 4 26 29
    VII e 2 19 6 15 25 5 26 30
9   VI f 3 20 7 16 26 6 26 1 Dec
    V g 4 21 8 17 27 7 26 2
17   IV A 5 22 9 18 28 8 26 3
6   III b 6 23 10 19 29 9 25 27 Nov
    II c 7 24 11 20 30 10 25 28
14   I d 8 25 12 21 31 11 25 29
3   * e 9 26 13 22 1 Junii 12 25 30
    XXIX f 10 27 14 23 2 13 25 1 Dec
11   XXVIII g 11 28 15 24 3 14 25 2
    XXVII A 12 1 Mart 16 25 4 15 25 3
19 25 XXVI b 13 2 17 26 5 16 24 27 Nov
8 XXV XXIV c 14 3 18 27 6 17 24 28
      d 15 4 19 28 7 18 24 29
      e 16 5 20 29 8 19 24 30
f 17 6 21 30 9 20 24 1 Dec
g 18 7 22 31 10 21 24 2
A 19 8 23 1 Junii 11 22 24 3
b 20 9 24 2 12 23 23 27 Nov
c 21 10 25 3 13 24 23 28

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Tabula Paschalis nova reformata

Litt.
Dom.
Cyclus
Epaktarum
Septua-
gesima
Dies
Ciner.
Pascha Ascen-
sio
Pente-
costa
Corpus
Christi
Domin
post pente
Domin
I. Adv.
D 23 18 Jan. 4 Febr. 22 Mart. 30 Apr. 10 Maji 21 Maji 28 29 Nov.
22 21 20 19 18 17 16 25 Jan. 11 Febr. 29 Mart. 7 Maji 17 Maji 28 Maji 27 29
15 14 13 12 11 10 9 1 Febr. 8 Febr. 5 Apr. 14 Maji 24 Maji 4 Junii 26 29
8 7 6 5 4 3 2 8 Febr. 25 Febr. 12 Apr. 21 Maji 31 Maji 11 Junii 25 29
1 * 29 28 27 26 25 25 24 15 Febr. 4 Mart. 19 Apr. 28 Maji 7 Junii 18 Junii 24 29
E 23 22 19 Jan. 5 Febr. 23 Mart. 1 Maji 11 Maji 22 Maji 28 30 Nov.
21 20 19 18 17 16 15 26 Jan. 12 Febr. 30 Mart. 8 Maji. 18 Maji 29 Maji 27 30
14 13 12 11 10 9 8 2 Febr. 19 Febr. 6 Apr. 15 Maji 25 Maji 5 Junii 26 30
7 6 5 4 3 2 1 9 Febr. 26 Febr. 13 Apr. 22 Maji 1 Junii 12 Junii 25 30
* 29 28 27 26 25 25 24 16 Febr. 5 Mart. 20 Apr. 29 Apr. 8 Junii 19 Junii 24 30
F 23 22 21 20 Jan. 6 Febr. 24 Mart. 2 Maji 12 Maji 23 Maji 28 1 Dec.
20 19 18 17 16 15 14 27 Jan. 13 Febr. 31 Mart. 9 Maji 19 Maji 30 Maji 27 1
13 12 11 10 9 8 7 3 Febr. 20 Febr. 7 Apr. 16 Maji 26 Maji 6 Junii 26 1
6 5 4 3 2 1 *  10 Febr. 27 Febr. 14 Apr. 23 Maji 2 Junii 13 Junii 25 1
29 28 27 26 25 25 24 17 Febr. 6 Mart. 21 Apr. 30 Maji 9 Junii 20 Junii 24 1
G 23 22 21 20 21 Jan. 7 Febr. 25 Mart. 3 Maji 13 Maji 24 Maji 28 2 Dec.
19 18 17 16 15 14 13 28 Jan. 14. Febr. 1 Apr. 10 Maji 20 Maji 31 Maji 27 2
12 11 10 9 8 7 6 4 Febr. 21 Febr. 8 Apr. 17 Maji 27 Maji 7 Junii 26 2
5 4 3 2 1 * 29 11 Febr. 28 Febr. 15 Apr. 24 Maji 3 Junii 14 Junii 25 2
28 27 26 25 25 24 18 Febr. 7 Mart. 22 Apr. 31 Maji 10 Junii 21 Junii 24 2
A 23 22 21 20 19 22 Jan. 8 Febr. 26 Mart. 4 Maji 14 Maji 25 Maji 28 3 Dec.
18 17 16 15 14 13 12 29 Jan. 15 Febr. 2 Apr. 11Maji 21 Maji 1 Junii 27 3
11 10 9 8 7 6 5 5 Febr. 22 Febr. 9 Apr. 18 Maji 28 Maji 8 Junii 26 3
4 3 2 1 * 29 28 12 Febr. 1 Mart. 16 Apr. 25 Maji 4 Junii 14 Junii 25 3
27 26 25 25 24 19 Febr. 8 Mart. 23 Apr. 1 Junii 11 Junii 22 Junii 24 3
B 23 22 21 20 19 18 23 Jan. 9 Febr. 27 Mart. 5 Maji 15 Maji 26 Maji 27 27 Nov.
17 16 15 14 13 12 11 30 Jan. 16 Febr. 3 Apr. 12 Maji 22 Maji 2 Junii 26 27
10 9 8 7 6 5 4 6 Febr. 23 Febr. 10 Apr. 19 Maji 29 Maji 9 Junii 25 27
3 2 1 * 29 28 27 13 Febr. 2 Mart. 17 Apr. 26 Maji 5 Junii 16 Junii 24 27
26 25 25 24 20 Febr. 9 Mart. 24 Apr. 2 Junii 12 Junii 23 Junii 23 27
C 23 22 21 20 19 18 17 24 Jan. 10 Febr. 28 Mart 6 Maji 16 Maji 27 Maji 27 28 Nov.
16 15 14 13 12 11 10 31 Jan. 17 Febr. 4 Apr. 13 Maji 23 Maji 3 Junii 26 28
9 8 7 6 5 4 3 7 Febr. 24 Febr. 11 Apr. 20 Maji 30 Maji 10 Junii 25 28
2 1 * 29 28 27 26 25 14 Febr. 3 Mart. 18 Apr. 27 Maji 6 Junii 17 Junii 24 28
 25 24 21. Febr. 10 Mart. 25 Apr. 3 Junii 13 Junii 24 Junii 23 28

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